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Stempelkarte in Apple Wallet: Was sie ist, wie sie funktioniert und wie du deine bekommst

Eine Stempelkarte in Apple Wallet liegt auf dem iPhone deiner Kunden, aktualisiert sich selbst und kann auf dem Sperrbildschirm erscheinen. So funktioniert sie und so bekommst du deine.

Von Stampaz-Team5 Min. Lesezeit

In diesem Artikel
  1. 01Was eine Stempelkarte in Apple Wallet ist
  2. 02So sieht dein Kunde die Karte auf dem iPhone
  3. 03Was technisch nötig ist, um einen Pass zu erstellen
  4. 04Warum du das nicht selbst bauen solltest
  5. 05So bekommst du deine Karte in Apple Wallet mit Stampaz
  6. 06Gestaltungstipps für Wallet
  7. 07Typische Fragen an der Kasse (und was dein Team antwortet)
  8. 08Apple Wallet statt Pappkarte

Was eine Stempelkarte in Apple Wallet ist

Eine Stempelkarte in Apple Wallet ist ein „Pass“: eine Datei, die der Kunde in der Wallet-App seines iPhones speichert, neben Bordkarten, Tickets und Bankkarten. Keine App, keine Website, sondern ein Objekt, das direkt auf dem Telefon liegt.

Apple teilt Pässe in Stile ein. Für Kundenbindung nutzt man den Store Card-Stil. Laut Apples Dokumentation zum Store-Card-Pass ist er für Rabatt-, Geschenk- und Kundenkarten von Händlern gedacht und kann Punkte, Guthaben, Bedingungen und andere Infos anzeigen.

Ein solcher Pass kann enthalten:

  • Logo und ein Streifenbild (Banner) über die Breite der Karte.
  • Felder mit dem, was zählt: Stempel, Punkte, Guthaben oder Stufe. Vorne ist wenig Platz; lange Texte schneidet Wallet ab.
  • Einen Code (QR oder andere Formate), den dein Team an der Kasse scannt.
  • Eine Rückseite mit beliebig viel Text: Bedingungen, Öffnungszeiten, Kontakt.

So sieht dein Kunde die Karte auf dem iPhone

Speichern

Der Kunde scannt den QR-Code auf deinem Plakat mit der Kamera, füllt das Nötigste aus und tippt auf Hinzufügen. In der iPhone-Anleitung zum Hinzufügen und Verwenden von Pässen beschreibt Apple die verschiedenen Wege, etwa über Safari, eine E-Mail oder einen Code.

An der Kasse nutzen

Wallet öffnen (oder je nach Einstellung doppelt auf die Seitentaste drücken), Karte zeigen, dein Team scannt. Kein Kramen im Portemonnaie, keine Telefonnummer.

Immer aktuell

Vergibst du einen Stempel, ändert sich der Pass auf dem Handy. Apple nennt das automatische Updates; der Kunde kann sie pro Pass ein- oder ausschalten. Ändert sich ein Feld, kann das iPhone einen Hinweis auf dem Sperrbildschirm zeigen („Noch 1 Stempel bis zum Gratis-Kaffee“).

Auftauchen, wenn der Kunde in der Nähe ist

Ein Pass kann relevante Orte enthalten. Laut Apples Leitfaden zum Anzeigen eines Passes auf dem Sperrbildschirm kann das System den Pass an einem bestimmten Ort zeigen, etwa die Mitgliedskarte im Fitnessstudio. Ein Pass unterstützt bis zu 10 relevante Orte. Für ein Café heißt das: Geht der Kunde vorbei, kann die Karte auf dem Sperrbildschirm erscheinen.

Was technisch nötig ist, um einen Pass zu erstellen

Falls du neugierig bist (oder einen technikbegeisterten Neffen hast): Das verlangt Apple, alles in der Wallet-Dokumentation für Entwickler.

  1. Ein Apple-Developer-Account (kostenpflichtig) für den Zugang zu Zertifikaten.
  2. Eine Pass Type ID im Format „pass.de.deinladen.treue“. Jeder Kunde bekommt einen Pass mit eigener Seriennummer.
  3. Ein Signaturzertifikat für diese ID, erzeugt im Apple-Portal über eine Zertifikatsanfrage (CSR).
  4. Den Pass bauen: eine pass.json mit den Daten, Bilder in mehreren Auflösungen, ein Manifest mit dem Hash jeder Datei und eine digitale Signatur. Alles gezippt und in .pkpass umbenannt. Details in Building a Pass.
  5. Einen Webservice für Updates. Damit sich der Pass beim Stempeln ändert, brauchst du einen HTTPS-Server, der Geräte registriert, über Apples Server eine Push-Benachrichtigung schickt und die neue Version ausliefert. Erklärt in Adding a Web Service to Update Passes.

Und was nicht in der Doku steht: ein Weg für dein Team, zu scannen und Stempel zu buchen, eine DSGVO-konforme Kundendatenbank, die Erneuerung des Zertifikats und das Ganze noch einmal für Android mit Google Wallet, das anders funktioniert.

Warum du das nicht selbst bauen solltest

Möglich ist es, und für eine große Kette mit eigenem IT-Team kann es sinnvoll sein. Für ein lokales Geschäft lohnt es sich nicht:

Selbst gebautMit einer Plattform
Developer-Account, Zertifikate, ErneuerungenErledigt die Plattform
Update-Server programmierenUpdates kommen automatisch
Eigenes Scan-Tool bauenScanner auf jedem Handy
Alles noch einmal für AndroidApple, Google und Web-Karte zugleich
Wochen an Arbeit und WartungEtwa 5 Minuten Einrichtung

Die Zeit, die du mit Signaturen und Servern verbringen würdest, steckst du besser in das, was Kunden bringt: eine gute Prämie und ein Team, das die Karte erwähnt.

So bekommst du deine Karte in Apple Wallet mit Stampaz

In etwa 5 Minuten:

  1. Kartentyp wählen: Stempel, Punkte, Stufenrabatt, Cashback, Geschenkkarte oder Abo. Alle in jedem Tarif.
  2. Design anpassen: Logo, Hintergrundbild, Farben, Bezeichnungen und auf Wunsch Stempel mit eigenem Motiv.
  3. QR-Plakat drucken, das Stampaz erzeugt, und neben die Kasse stellen.
  4. Mit jedem Handy scannen: Dein Team braucht weder Konten noch App.

Dieselbe Karte landet auf dem iPhone in Apple Wallet, auf Android in Google Wallet und für alle anderen als Web-Karte. Du musst für keinen Fall etwas anders machen.

Außerdem schickst du aus dem Dashboard Push-Nachrichten auf den Sperrbildschirm (4 pro Monat im Tarif Local, unbegrenzt in Pro und Kette), richtest Automationen für Geburtstag, Willkommen oder „Wir vermissen dich“ ein (Pro und Kette) und aktivierst den Hinweis in der Nähe deines Ladens (Pro und Kette).

Die komplette Anleitung von der Prämie bis zum Satz an der Kasse: digitale Stempelkarte erstellen.

Gestaltungstipps für Wallet

Deine Karte konkurriert mit zehn anderen im Wallet. Diese Details machen den Unterschied:

  • Streifenbild: ein schlichtes Querformat-Foto, dein Produkt oder dein Laden, ohne Text. Wallet legt Infos darüber, also keine unruhigen Hintergründe. Auf der Apple Watch wird das Streifenbild laut Apple nicht angezeigt; das Wichtige gehört in die Felder.
  • Lesbarkeit: hoher Kontrast, kurze Bezeichnungen („Kaffees“, „Punkte“, „Guthaben“), Logo, das klein lesbar ist.
  • Rückseite: Alles, was vorne nicht passt: wie das Programm funktioniert, Bedingungen, Öffnungszeiten, Kontakt. Apple verlangt dort die Kontaktdaten des Ausstellers.
  • Nachrichten: Jede sollte etwas bringen: ein fehlender Stempel, eine Neuheit, ein Angebot zur ruhigen Stunde. Sonst schaltet der Kunde Updates ab oder löscht die Karte.

Typische Fragen an der Kasse (und was dein Team antwortet)

  • „Ich sehe keinen Hinzufügen-Button.“ Passiert oft, wenn der Link in einer anderen App geöffnet wurde (etwa aus einem Messenger). In Safari öffnen und erneut versuchen.
  • „Ich sehe den neuen Stempel nicht.“ Das Update braucht Verbindung. Hat der Kunde im Laden keinen Empfang, kommt es draußen an. Der Stempel ist gebucht.
  • „Und wenn ich ein neues iPhone kaufe?“ Wallet-Pässe werden laut Apple zwischen Geräten mit derselben Apple-ID synchronisiert.
  • „Ich will keine Daten angeben.“ Erklär, was du abfragst und wofür. Frag nur das Nötigste ab: Je kürzer das Formular, desto mehr Anmeldungen.

Hab eine Testkarte auf dem Laden-Handy, um zu zeigen, wie sie aussieht. Sehen überzeugt mehr als Erklären.

Apple Wallet statt Pappkarte

Eine Karte im Wallet landet nicht in der Waschmaschine, bleibt nicht zu Hause liegen (das Handy ist immer dabei) und lässt dich mit dem Kunden in Kontakt bleiben, wenn er gegangen ist. Zaubern kann sie nicht: Ist die Prämie schwach oder erwähnt niemand die Karte, klappt es auch digital nicht. Den ausführlichen Vergleich findest du in Stempelkarte: Papier oder digital.

Häufige Fragen

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