Strategie

Gutscheinkarten für kleine Geschäfte: verkaufen, kassieren und bewerben

Praxisleitfaden zu Gutscheinkarten für kleine Geschäfte: die wichtigsten Termine, Papier vs digital, Guthaben und Aufladung, Kassieren an deiner Kasse und Werbung Schritt für Schritt.

Von Stampaz-Team5 Min. Lesezeit

In diesem Artikel
  1. 01Warum Gutscheine im lokalen Geschäft funktionieren
  2. 02Wann sich Gutscheine am besten verkaufen
  3. 03Gutschein auf Papier oder digital
  4. 04Guthaben, Aufladung und Ablauf
  5. 05Gutscheine ohne Provision kassieren
  6. 06Die richtigen Beträge
  7. 07So bewirbst du deine Gutscheine
  8. 08Häufige Fehler
  9. 09Gutscheine mit Stampaz

Gutscheinkarten für kleine Geschäfte sind einer der einfachsten Wege, mehr zu verkaufen, ohne die Preise zu senken: Jemand zahlt heute, und meist entdeckt danach eine andere Person dein Geschäft. Dieser Leitfaden zeigt, wann sie sich verkaufen, ob Papier oder digital besser passt, wie du Guthaben und Aufladungen verwaltest, ohne Provision kassierst und sie bekannt machst.

Warum Gutscheine im lokalen Geschäft funktionieren

Ein Gutschein löst ein echtes Problem des Käufers: Er will etwas Sinnvolles schenken und kennt Größe, Farbe oder Geschmack nicht genau. Mag er dein Geschäft, ist das Schenken leicht.

Für dich hat das drei klare Vorteile:

  • Du kassierst im Voraus. Das Geld kommt heute, auch wenn die Leistung Wochen später erbracht wird.
  • Neukunden mit Vertrauensvorschuss. Wer beschenkt wird, kommt auf Empfehlung von jemandem, der dich kennt.
  • Häufig Mehrumsatz. Ist der Gutschein 25 € wert und das Lieblingsgericht oder die Behandlung kostet 32 €, zahlt der Gast die Differenz direkt.

Beispiel: Ein Barbershop verkauft im Dezember 20 Gutscheine zu 40 €. Das sind 800 € im ausgabenstärksten Monat. Im Januar und Februar, wenn die Nachfrage oft sinkt, lösen diese 20 Personen ein, und manche bleiben als Stammkunden.

Wann sich Gutscheine am besten verkaufen

Plane vor. Ideal sind fertige Gutscheine etwa drei Wochen vor jedem Termin.

AnlassWas anbietenFür wen
Nikolaus, WeihnachtenFeste Beträge (20, 30, 50 €)Familie, Wichteln, Firmen
Valentinstag (14. Februar)Abendessen zu zweit, Beauty-TerminPaare
OsternKleine Beträge, OsterfrühstückFamilie
Muttertag (zweiter Sonntag im Mai)Behandlung, Frühstück, BlumenKinder
Konfirmation, Kommunion, AbschlussFreier BetragPaten, Familie
Geburtstag (das ganze Jahr)Freier BetragAlle

Auch außerhalb dieser Anlässe funktionieren Gutscheine für Firmen (Geschenke an Mitarbeiter oder Kunden) und als Preis bei Verlosungen im Viertel.

Gutschein auf Papier oder digital

Beides funktioniert. Entscheide danach, wie deine Kunden kaufen.

Papier oder KartonDigital auf dem Handy
Als GeschenkLässt sich einpacken und überreichenPraktisch in letzter Minute; mit gedruckter Karte samt QR kombinierbar
KostenDruck und GestaltungKein Druck
TeilbeträgeMüssen irgendwo von Hand notiert werdenGuthaben aktualisiert sich selbst
VerlustWeg ist weg, mit GuthabenSteckt im Handy, geht nicht verloren
FälschungOhne Kontrolle leicht zu kopierenJede Karte ist einzigartig
AufladenUnpraktischEinfach

Eine Mischform funktioniert gut: digitaler Gutschein im Handy plus ein gedrucktes Kärtchen mit QR-Code für alle, die etwas überreichen möchten. Nutzt du heute für alles Papier, findest du den ganzen Vergleich in Stempelkarte: Papier oder digital.

Guthaben, Aufladung und Ablauf

Drei Entscheidungen vor dem ersten Verkauf:

Guthaben und Teileinlösung

Am bequemsten für den Kunden ist es, das Guthaben über mehrere Besuche zu nutzen. Dafür musst du wissen, wie viel auf jeder Karte noch drauf ist. Auf Papier ein Durcheinander; digital sinkt das Guthaben bei jedem Scan, und der Kunde sieht es auf dem Handy.

Aufladen

Eine aufladbare Karte ist nicht nur Geschenk, sondern Guthabenkarte für Stammkunden. Zum Beispiel lädt ein Kunde am Monatsanfang 50 € auf und bezahlt damit seine Mittagessen.

Ablauf

Eine klare Frist verhindert jahrelang vergessenes Guthaben, aber leg sie nicht fest, ohne die geltenden Vorschriften zu prüfen. Wenn das geklärt ist: Frist auf die Karte und in die Bedingungen schreiben, den Kunden vor Ablauf erinnern (wieder ein Grund für einen Besuch) und an der Kasse erklären: „Du kannst ihn in mehreren Teilen nutzen und siehst das Guthaben auf dem Handy.“

Gutscheine ohne Provision kassieren

Viele Gutschein-Plattformen wickeln die Zahlung für dich ab und behalten einen Prozentsatz jedes Verkaufs. Für ein Geschäft im Viertel geht es einfacher:

  1. Der Kunde wählt den Betrag am Tresen.
  2. Du kassierst an deiner Kasse wie jeden Verkauf: bar oder mit Karte, wie du es ohnehin machst.
  3. Du legst die Karte mit diesem Guthaben in deinem Tool an, und wer sie nutzen soll, speichert sie auf dem Handy.
  4. Bei der Einlösung scannt das Team die Karte und zieht den Betrag ab.

So zahlst du keine Provision pro Verkauf, das Geld landet direkt auf deinem Konto, und das Tool kümmert sich nur ums Ausstellen und ums Guthaben.

Die richtigen Beträge

  • Geh von deinem Durchschnittsbon aus. Kostet deine typische Leistung 25 €, deckt ein 25-€-Gutschein einen Besuch und einer über 50 € zwei.
  • Biete zwei bis vier feste Beträge an. Zu viele Optionen lassen zögern.
  • Lass einen freien Betrag zu für alle, die eine bestimmte Summe schenken wollen.
  • Benenne Pakete nach Inhalt: „Frühstück für zwei“ versteht man besser als „Gutschein über 20 €“.

Beispiel: Eine Eisdiele mit 5 € Durchschnittsbon könnte Gutscheine über 10 €, 20 € und einen „Sommerclub“ für 30 € anbieten. Wer 20 € verschenkt, kauft einer anderen Person etwa vier Besuche: genug Zeit, um Stammkunde zu werden.

So bewirbst du deine Gutscheine

  • Aufsteller am Tresen mit QR-Code und klarem Satz: „Keine Idee? Verschenk [dein Geschäft].“
  • Das Team spricht es an in den wichtigen Wochen: „Übrigens, wir haben Gutscheine für Weihnachten.“
  • Nachricht an Stammkunden zwei bis drei Wochen vor jedem Anlass. Haben sie deine Kundenkarte schon im Handy, erreicht sie die Benachrichtigung auf dem Sperrbildschirm, ganz ohne soziale Netzwerke.
  • Runde Beträge und eine hervorgehobene Option, die als „am häufigsten verschenkt“ beschrieben ist, nur wenn das stimmt.
  • Sinnvolle Pakete: „Schnitt + Bart“, „Frühstück für zwei“, „Gesichtsbehandlung“.
  • Firmen im Viertel: Biete Büros und Geschäften in der Nähe Gutscheine für ihre Weihnachtsgeschenke an.

Ideen nach Branche: Abendessen zu zweit im Restaurant, Schnitt und Bart beim Friseur, eine Behandlung zum Muttertag im Kosmetikstudio, freier Betrag im Einzelhandel.

Häufige Fehler

  • Am 20. Dezember starten. Zu spät: Bereite sie Ende November vor.
  • Unklare Bedingungen. Betrag, Teileinlösung, Frist und wo man das Guthaben sieht.
  • Guthaben im Kopf führen. Endet im Streit mit dem Kunden.
  • Den Einlöser nicht abholen. Wer mit einem Gutschein kommt, ist ein Neukunde: Biete ihm auch deine Kundenkarte an. Mehr in Stammkunden gewinnen.

Gutscheine mit Stampaz

In Stampaz ist die Geschenkkarte einer der 6 Kartentypen in allen Tarifen: mit Guthaben, aufladbar, Ablaufdatum optional. Der Kunde speichert sie ohne App in Apple Wallet oder Google Wallet (oder als Web-Karte), und das Guthaben aktualisiert sich bei jedem Scan deines Teams mit einem beliebigen Handy. Stampaz wickelt keine Zahlungen ab: Du kassierst an deiner Kasse und vermerkst es auf dem Handy, also keine Provision pro Verkauf. Den Vergleich mit anderen Kartentypen findest du in Punkte, Stempel oder Cashback.

Häufige Fragen

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