Ideen nach Branche

Treuekarte für Friseure und Barbershops: 11 Ideen mit Rechenbeispielen

Eine Treuekarte für Friseure und Barbershops, die nicht wahllos Haarschnitte verschenkt: 11 Ideen mit Ablauf, Kosten mit Beispielzahlen und der Kennzahl, die zeigt, ob es wirkt.

Von Stampaz-Team6 Min. Lesezeit

In diesem Artikel
  1. 01Was Kunden zum Friseur zurückbringt
  2. 0211 Ideen für deinen Friseursalon oder Barbershop
  3. 03Übersicht: welche Karte für welche Idee
  4. 04So findest du den Besuchsrhythmus deiner Kunden
  5. 05Was dein Team am Stuhl sagt
  6. 06Häufige Fehler
  7. 07So setzt du es um

Was Kunden zum Friseur zurückbringt

Die Antwort auf die Frage nach der richtigen Treuekarte für den Friseur beginnt im Stuhl: ein guter Schnitt, Pünktlichkeit und ein Kunde, der nicht jedes Mal erklären muss, was er will. Das machst du schon. Das Problem ist ein anderes: Zwischen zwei Schnitten liegen Wochen, und in der Zeit läuft dein Kunde an drei neuen Barbershops vorbei.

Ein Treueprogramm hat in deiner Branche drei Aufgaben:

  • Erinnern, bevor der Termin verpasst ist.
  • Beständigkeit belohnen, nicht den einmaligen Rabatt.
  • Feste Einnahmen sichern, mit Abo oder Gutscheinen.

Die 11 Ideen decken alle drei ab, jeweils mit Ablauf, Kostenbeispiel und Kennzahl.

11 Ideen für deinen Friseursalon oder Barbershop

1. Abo „2 Haarschnitte im Monat“

Ablauf: Monatsbeitrag mit zwei Schnitten. Der Kunde sieht auf seiner Karte im Handy, wie viele ihm diesen Monat bleiben. Du kassierst an deiner Kasse (bar oder mit Karte) und markierst den Beitrag auf dem Handy als bezahlt. Stampaz wickelt keine Zahlungen ab, also keine Provision.

Kosten. Beispiel: Schnitt für 25 €. Wer alle zwei Wochen kommt, zahlt 50 € im Monat. Mit 45 € Beitrag spart er 5 €, und du bekommst die 45 €, auch wenn er nur einmal kommt. Liegt die durchschnittliche Nutzung bei 1,6 Schnitten, kassierst du 45 € für Arbeit, die regulär 40 € wäre.

Messen: aktive Abonnenten, genutzte Schnitte, Kündigungen pro Monat. Mehr Rechnungen im Artikel zum Abo-Modell für lokale Geschäfte.

2. Erinnerung nach 3–4 Wochen

Ablauf: Ist ein Kunde 25 Tage nicht da gewesen, bekommt er einen Hinweis auf den Sperrbildschirm: „Zeit fürs Nachschneiden? Dienstagnachmittag sind noch Termine frei.“ Mit der Automation „Wir vermissen dich“ (Pro und Kette) geht das von selbst.

Kosten: keine, außer du gibst einen Anreiz, z. B. einen Extra-Stempel, wenn er innerhalb von 7 Tagen kommt.

Messen: Nachrichten und Besuche in den 7 Tagen danach, verglichen mit dem Vormonat ohne Nachricht.

3. Stempelkarte 6+1 oder 8+1

Ablauf: ein Stempel pro Schnitt; voll = Gratis-Schnitt oder ein Extra (Bart, Waschen, Pflege).

Kosten. Beispiel: Bei 8+1 und 25 € pro Schnitt verschenkst du einen Schnitt pro acht bezahlten: 11 % vom Preis. Schenkst du stattdessen eine Bartpflege, die du für 12 € verkaufst und die 10 Minuten dauert, sinken die Kosten deutlich.

Messen: durchschnittliche Tage zwischen zwei Stempeln. Werden sie kürzer, wirkt das Programm.

4. Stufenrabatt

Ablauf: Wer öfter kommt, wird besser behandelt. Beispiel: Basis bis 5 Besuche, Stammkunde ab 6 (5 % auf Produkte), VIP ab 15 (10 % auf Produkte und bevorzugte Samstagstermine).

Kosten: Der Rabatt gilt nur für Kunden, die dir schon viel Umsatz gebracht haben. Auf Produkte statt auf den Schnitt schützt deine Marge.

Messen: wie viele Kunden pro Monat aufsteigen und was sie an Produkten kaufen.

5. Gutscheinkarte für Haarschnitte

Ablauf: Geschenkkarte mit Guthaben, aufladbar, Ablaufdatum optional. Ideal für Weihnachten und Geburtstage. Wer schenkt, zahlt an deiner Kasse; wer beschenkt wird, speichert sie im Wallet.

Kosten: keine; es ist vorgezogener Umsatz. Und der Beschenkte ist oft ein Neukunde. Prüfe vor einem Ablaufdatum die Verbraucherregeln, die für dich gelten. Ideen zum Verkauf in Gutscheinkarten für kleine Geschäfte.

Messen: verkaufte Karten pro Aktion und wie viele Beschenkte wiederkommen.

6. Freunde werben

Ablauf: Bringt ein Kunde jemand Neues mit, der sich für die Karte anmeldet, bekommen beide einen Extra-Stempel.

Kosten. Beispiel: Bei 8+1 sind zwei Stempel rund 6 € Kosten in verschenkten Schnitten, verteilt auf zwei Personen. Dafür ein Neukunde.

Messen: Anmeldungen über Empfehlung und wie viele nach zwei Monaten noch kommen.

7. Kurzfristige Lücke per Nachricht

Ablauf: Am Donnerstag um 17 Uhr fällt ein Termin aus. Nachricht: „Heute 17 Uhr ist noch frei. Wer zuerst anruft, bekommt die Bartpflege gratis.“

Kosten: das Extra auf einen Termin, der sonst verloren wäre. Im Tarif Local hast du 4 Nachrichten im Monat, also für die schwächsten Zeiten aufheben.

Messen: gerettete Termine pro Monat.

8. Geburtstag mit Extra

Ablauf: Zum Geburtstag automatische Nachricht (Pro und Kette) mit einem Geschenk: Kopfmassage beim Waschen, Bartpflege oder ein kleines Produkt, gültig im selben Monat.

Kosten. Beispiel: eine Pflege für 8 € mit 2 € Material.

Messen: Geburtstagseinlösungen und Umsatz dieses Besuchs.

9. Zweite Karte für Produkte

Ablauf: Punkte pro Euro auf Produkte. Bei 60 Punkten gibt es ein Stylingprodukt gratis. Mit Stampaz hast du 2 Karten im Tarif Local und bis zu 10 in Pro.

Kosten. Beispiel: Verkaufst du das Wachs für 15 € und kostet es dich 6 €, ist es alle 60 € Umsatz knapp 10 % auf den Umsatz.

Messen: Produktumsatz pro Monat vorher und nachher.

10. Damenfriseur: Punkte pro Euro

Ablauf: Ein Schnitt für 40 € und Strähnchen für 120 € können nicht je einen Stempel wert sein. Nimm Punkte: 1 Punkt pro Euro, 200 Punkte = 15 € Rabatt.

Kosten: 7,5 % auf den Umsatz, die erst nach 200 € Leistungen beim Kunden ankommen.

Messen: Durchschnittsbon und wie viele Kundinnen die erste Einlösung erreichen.

11. Vater-und-Kind-Club

Ablauf: Familienabo: ein Erwachsener und ein Kind, je ein Schnitt im Monat, zum Festpreis. Funktioniert gut im Barbershop im Viertel.

Kosten. Beispiel: Herrenschnitt 25 € + Kinderschnitt 15 € = 40 €. Beitrag 36 €: Der Vater spart, du hast zwei feste Kunden im Monat.

Messen: aktive Familien und Kündigungen nach drei Monaten.

Übersicht: welche Karte für welche Idee

IdeeKartentypKostenbeispielZiel
2 Schnitte im MonatAbo5 € Vorteil für den KundenFester Umsatz
Erinnerung 3–4 WochenBeliebig + Automation0 € oder ein StempelTermin nicht verpassen
8+1Stempel11 % vom PreisBeständigkeit
StufenStufenrabatt5–10 % auf ProdukteBeste Kunden belohnen
GutscheinGeschenkkarte0 € (vorgezogener Umsatz)Neukunden
Freunde werbenStempel2 StempelGewinnung
Kurzfristige LückeBeliebig + PushEin ExtraKalender füllen
GeburtstagBeliebig + AutomationEin Extra pro JahrBindung
ProduktePunkteBeispiel: 10 %Mehr verkaufen
Punkte pro EuroPunkte7,5 % aufgeschobenSchwankende Preise
Vater und KindAbo10 % vom PreisFamilien

Unsicher bei der Formel? Hier vergleichen wir Punkte, Stempel oder Cashback mit Beispielen.

So findest du den Besuchsrhythmus deiner Kunden

Die Erinnerung wirkt, wenn sie im richtigen Moment kommt:

  1. Exportiere die Besuche deiner Kunden als CSV (in allen Stampaz-Tarifen).
  2. Berechne für jeden Kunden mit 3 oder mehr Besuchen die durchschnittlichen Tage dazwischen.
  3. Gruppiere: „alle 2 Wochen“, „monatlich“, „alle 6 Wochen“.
  4. Plane „Wir vermissen dich“ ein paar Tage nach dem häufigsten Abstand.

Genauigkeit ist nicht nötig. Weißt du, dass die meisten nach 3 bis 4 Wochen wiederkommen, kennst du den Zeitpunkt.

Was dein Team am Stuhl sagt

Der beste Moment ist am Ende des Schnitts, wenn der Kunde zufrieden in den Spiegel schaut:

  • „Soll ich dir die Karte aufs Handy geben? Scann den QR-Code, dann hast du gleich den ersten Stempel.“
  • „Damit hast du 6. Bei 8 ist der Bart gratis.“
  • „Mit dem Abo für 2 Schnitte kostet dich jeder 22,50 €.“

Das Plakat mit QR-Code gehört an den Spiegel oder neben die Kasse. Jeder im Team stempelt, indem er den Code mit dem eigenen Handy scannt, ohne Konto und App.

Häufige Fehler

  • Die Hauptleistung zu früh verschenken. 5+1 bei Schnitten sind 17 % Rabatt. Lieber ein Extra verschenken.
  • Abos ohne Limit. „Unbegrenzt schneiden“ klingt gut, bis jemand jede Woche kommt.
  • Alle gleich anschreiben. Die Erinnerung geht an die, bei denen es Zeit ist, nicht an die von gestern.
  • Papierstempel ignorieren. Beim Wechsel auf digital überträgst du die Stempel, die der Kunde schon hatte. Mehr in Stempelkarte: Papier oder digital.

So setzt du es um

Mit Stampaz wählst du die Vorlage, setzt Logo und Farben ein, legst die Regel fest (Stempel, Punkte, Stufen, Abo oder Geschenkkarte) und druckst das Plakat. Etwa 5 Minuten. Deine Kunden speichern die Karte ohne Download in Apple Wallet oder Google Wallet. Beispiele findest du auf der Seite Kundenkarte für Friseure und Barbershops, und für Beauty-Betriebe auf der Seite für Kosmetikstudios.

Häufige Fragen

Zurück zum Blog

Erstelle heute deine digitale Kundenkarte.

In 5 Minuten fertig · monatlich kündbar